Dreck

Foto von einem Mann mit roten Rosen in der Hand

© THESPIS

16. November 2021
Theaterstück
Kulturzentrum Die Pumpe e.V. - Hassstr.22, 24103 Kiel
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20.00 Uhr
Eintritt: 17,00 € / 12,00 € ermäßigt

Sad, so nennt er sich, verkauft Rosen. Jede Nacht bricht der junge Mann auf und läuft mit einem Strauß roter Rosen von Kneipe zu Kneipe. Sads Heimatstadt, so erzählt er, ist das irakische Basra, das er wegen des Kriegs verlassen hat. „Ich wollte Deutsch lernen, nicht Krieg!“ Und nun ist er zwar endlich dort, wo man seine geliebte deutsche Sprache spricht, aber er ist illegal hier, er ist ein Araber und niemand redet mit ihm. Sad erzählt von seinem Leben als Fremder und macht sich dabei die Ablehnung, die ihm entgegenschlägt, auf groteske Art zu eigen. Er zieht sich die rassistischen Klischees und Stereotype an, wie einen für ihn bestimmten Anzug. –Eine Unterwerfungsgeste? Ein provokantes Spiel? Oder beißender Spott?
(Ein Monolog von Robert Schneider)

Hoyerswerda 1991, Mölln 1992, Rostock-Lichtenhagen 1992, Solingen 1993, Hanau 2020 -die rassistischen Anschläge zeigen uns, ein historisches Stück ist der 1991 geschriebene Monolog immer noch nicht.

Raafat Daboul

Raafat Daboul wurde 1992 in Damaskus, Syrien, geboren. Nach dem Abitur studierte er von 2013 bis 2015 Schauspiel am Higher Institute of Dramatic Art (Universität Damaskus) bevor er 2016 Syrien verließ und nach Deutschland flüchtete. Am Theater Dortmund wirkte er von Anfang 2016 bis Sommer 2018 als Schauspiel-Eleve in insgesamt sieben Stücken des Schauspiel Dortmund mit, u.a. Borderline Prozession (Regie: Kay Voges), Nach Manila (Regie: Moritz Riesewick) und Kirschgarten (Regie: Sascha Hawemann).

Begleitend dazu nahm er Schauspiel- und Sprechunterricht bei Schauspielern des Theater Dortmund. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Raafat Daboul Mitglied des spartenübergreifenden Projektes Das junge Theater am Theater Krefeld und Mönchengladbach. Als Teil des Schauspielensembles warund ist er in den Produktionen Dreck (Regie: Steve Karier), Mein Kühlraum (Regie: Gerhard Willert), Reigen (Regie: Maja Delinić) und Wilhelm Tell (Regie: Matthias Gehrt) zu sehen. Eine Produktion des Theaters Krefeld und Mönchengladbach.

Eintrittskarten: www.theater-kiel.de (Vorverkauf voraussichtlich ab 12.10.)
Weitere Informationen ab Mitte September unter www.thespis.de.

Eine Veranstaltung des Internationalen Monodrama Festivals THESPIS.