Iran in Gegenwart und Geschichte

26. November 2022
Festival
Kulturforum, Andreas-Gayk-Str. 31, 24103 Kiel
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16.00 - 19.30 Uhr
Eintritt: gegen Spende

Kereshmeh Tanz & Musik: Traditionelle iranische Musik hat eine lange Geschichte, eine Geschichte aus unbeschreiblicher Verbindung von Kultur und Kunst, aus dem Persischen Reich.
Es ist fast so, als ob man diese Musik schon einmal gehört hat, wie ein Déjà-vu. Sie ist eine Botschaft aus dem tiefen Unterbewusstsein der Künstler*innen – eine Botschaft der Liebe, Freude, Sorgen, Siege und Niederlagen, die seit Jahrtausenden von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Seit Dezember 2020 möchte „Kereshmeh“ entlang von den Liedern der Vergangenheit mit einem Blick in die Zukunft, die Herzen der Menschen erreichen.
Frauen und Männer aus Norddeutschland, die wie ein persischer Teppiche zusammengeknotet sind und das Ziel haben, die iranische Kultur sichtbarer zu machen, die junge Generation mit seiner stolzen Geschichte bekannt zu machen und die beiden Länder Iran und Deutschland einander näherzubringen.
Gruppenmitglieder: Hossein Eskandary, Samane Karimian, Maryam Khabjani, Ali Reza Ahmadi, Shadi Shakerin, Ramin Bordbar, Parastou Afrashteh Far, Hooshang Amiri, Shadi Omidwar, Mehrdad Ghani, Vanousheh Razzazian, Reza Ghadyan, Ali Nakisa

Die Tanzgenres im Iran variieren je nach Region, Kultur und Sprache der lokalen Bevölkerung und Ethnien wie Kurden, Aserbaidschaner, Turkmenen, Juden, Armenier und georgische Völker sowie zahlreiche iranische Stammesgruppen, die innerhalb der Grenzen des heutigen Iran zu finden sind. Wir haben für diesen Abend vier Volkstänze vom Iran ausgewählt:

Klassischer persischer Tanz:
Hier sind oft zarte, anmutige Bewegungen der Hände und Arme mit animierten Gesichtsausdrücken von zentraler Bedeutung für das Konzept dieser schwer zu definierenden Flirtfreudigkeit. Dieser Tanz ist nicht kodifiziert. So kreiert jede Tänzerin ihren eigenen Stil. Die Kostüme für diese Tanzart sind reich an Seide und fließenden langen Röcken.
Bandari:
ein iranischer Tanz, der im Süden des Iran neben dem Persischen Golf vorherrscht und von der arabischen Musik und dem afrikanischen Tanz beeinflusst wurde. Das Besondere an diesem Tanz ist die Art und Weise, wie die Darsteller einzigartig mit den Händen winken, was der Zusammenarbeit einer Gruppe von Fischern am Meer ähnelt. Das Wort Bandari ist eine Ableitung des persischen Wortes Bandar, was Hafen bedeutet.
Qasemabadi: ein Tanz im Norden vom Iran und zeigt, wie die Frauen mit farbenfrohen Lagenröcken auf den unzähligen Reisfeldern in der Nähe des Kaspischen Meeres mit Tanzen den Reis pflanzen bzw. ernten.
Azeri: Aserbaidschanische Männertänze stellen einen Adler dar, der seine Flügel auf dem Gipfel des Berges ausbreitet. Im Allgemeinen sind Männertänze ein echter Wettbewerb, es ist, als würden sie sagen: „Ich werde höher und schneller springen als du. Die Frauen tanzen aber elegant, fraulich und langsam mit gestreckten Armen aus und gehen mit erhobenem Kopf voran.

Grünen-Politikerin **Pegah Edalatian** wird zu ihrem Lebens- und Integrationslauf, zu Schwierigkeiten und Unterschieden, die sie in Deutschland auf ihrem Weg als Frau und Migrantin erlebt hat, befragt. Dabei wird es auch darum gehen, wie ein Lebenslauf wie ihrer die Migrationspolitik in Deutschland beeinflussen kann, welche Rolle ihre Herkunft auf ihrem bisherigen Weg gespielt hat, welche Ratschläge Edalatian für andere Migrant*innen und besonders für Frauen hat und was das Ziel ihrer Politik ist.

Veranstaltende
Kulturwochen

Inhaltliche Ausgestaltung
Reza Ghadyani, Sarang Aria, Shima Rahnama