Menschen AFGHANISTAN

Porträt einer Frau

© Lis Kortmann

13. November 2020 bis 31. Dezember 2020
Open Air Ausstellung
Anscharpark, Außenfassade von Haus 3, Heiligendammer Str. 15, in 24106 Kiel

Wer sind die Afghan_innen? In intensiven fotografischen Einzelportraits der Fotografin Lis Kortmann von Frauen, Männern, jungen und älteren Menschen afghanischer Herkunft wird eine bunte Vielfalt von ethnischen Gruppen und Persönlichkeiten gezeigt. Neben den großformatigen Fotografien werden begleitende Interviewtexte dem Betrachtenden die Menschen Afghanistans näherbringen.

Die Menschen, die in der Ausstellung porträtiert werden, sind innerhalb der letzten drei Jahre mit der Hoffnung nach Schleswig-Holstein gekommen, hier eine sichere neue Heimat für sich und ihre Familie zu finden. Um Menschen zu finden, die bereit sind, sich und ihr Land dem interessierten Publikum vorzustellen, war Zeit, Vertrauensarbeit und die Unterstützung eines engagierten afghanischen Übersetzers nötig. Zu präsent sind schmerzende Erinnerungen an das geliebte und zugleich beängstigende Land, zurückgelassene Familienmitglieder und Freunde und traumatische Erlebnisse der Flucht.
In der aktuellen Ausstellung gewähren vierzehn großformatige Portraits und begleitende Texte und Zitate der Portraitierten einen Einblick in das Land und seine Leute.
Neben der Sensibilisierung für die Wahrnehmung, das Verständnis und die Wertschätzung bestehender Unterschiede zwischen der afghanischen und der deutschen Kultur thematisiert die Ausstellung in ihrer Gesamtheit, was uns Menschen im Kern verbindet.

Wenn es unsere Grundbedürfnisse wie Frieden, Gesundheit, Freiheit, Zugehörigkeit, Teilhabe, Akzeptanz und Toleranz sind, die uns Menschen ausmachen, sind wir uns dann nicht alle näher und ähnlicher, als uns oberflächliche Unterschiede glauben lassen?
Und sollte die anfängliche Frage „Wer sind die Afghan_innen?“ nicht vielmehr in die Frage „Wer sind wir Menschen?“ münden?

Die Ausstellung findet im Freien statt.

Eine Veranstaltung der Diakonie Altholstein in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung SH.