SYRIEN – Kriegsgewalt, Überlebensnot – und Abschiebung?

Ein Publikum, das sich Notizen macht

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30. Oktober 2021
Podiumsdiskussion
Kirche Sankt Nikolai zu Kiel - Alter Markt, 24103 Kiel
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17.00 - 19.00 Uhr
Eintritt: frei

Die mediale Aufmerksamkeit für den Krieg in Syrien nimmt zwar ab, doch das Leid der Menschen ist noch lange nicht vorbei. Nach mehr als zehn Jahren Krieg ist die Bilanz erschütternd: Mehr als eine halbe Million Tote, eine Million Verwundete und die Hälfte der Bevölkerung auf der Flucht. Im ganzen Land sind Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung. Mindestens 200.000 Menschen wurden vom Regime festgenommen, eine unbekannte Zahl sind Opfer von Folter und Ermordung durch alle Akteure des Krieges geworden; rund 100.000 Menschen sind „verschwunden“; von verschiedenen Kriegsparteien sind
Chemiewaffen zum Einsatz gekommen; das Aushungern von ganzen Städten und gezielte Bombardierung ziviler Ziele gehören zur Strategie des Krieges. Heute leben 90 Prozent der syrischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze und sind von humanitärer Hilfe abhängig, 60 Prozent haben keinen gesicherten Zugang zu Nahrung. Trotz dieser Lage haben die Innenminister des Bundes und der Länder die grundsätzliche Möglichkeit von Abschiebungen nach Syrien beschlossen.

Die Referent*innen unserer Veranstaltung

  • Prof. em. Dr. Norman, Völkerrechtler, Hamburg
  • Franziska Vilmar, Fachreferentin für Asylrecht und -politik, Amnesty International, Berlin
  • Tareq Alaows, Jurist, #SyriaNotSafe
  • Martin Link, Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein, Kiel

analysieren die Lage im Land und werden mit uns den flüchtlingspolitischen Handlungsbedarf diskutieren.

Veranstaltende: Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., Amnesty International Kiel

Anmeldung und Information: per Telefon 0431/735000 oder E-Mail an: office@frsh.de