Wer erzählt die Geschichten? Sinti und Roma als positive Hauptfiguren in Kinder- und Jugendbüchern

20. November 2026
Podiumsgespräch
Djido Kher, Andreas-Hofer-Platz 11, 24147 Kiel
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19.00 - 20.30 Uhr
Keine Anmeldung notwendig.

Kinderbücher prägen unser Bild von der Welt. Sie vermitteln Werte, fördern Empathie und beeinflussen die Vorstellung davon, wer dazugehört, wer sichtbar ist und wessen Geschichten erzählt werden. Doch was bedeutet es für Kinder aus der Minderheit der Sinti und Roma, wenn sie in Büchern kaum vorkommen oder wenn ihre Gemeinschaft vor allen durch Vorurteile, Klischees und Fremdzuschreibungen dargestellt wird? Im Mittelpunkt der Abendveranstaltung steht die Frage, warum positive Identifikationsfiguren in der Kinder- und Jugendliteratur von besonderer Bedeutung sind. Wie wirken Geschichten auf das Selbstbild von Kindern? Welche Rolle spielen Sichtbarkeit, Anerkennung und Repräsentation? Und wie können Literatur und Bildung dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern?

Moderiert von Jan Heesch diskutieren Shlica Weiß, Nicole Henning und Berry Paskowski über Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, der Literaturvermittlung und aus Minderheitenperspektiven. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Kinder aus der Minderheit der Sinti und Roma nicht nur als Randfiguren sondern als mutige, kluge und selbstbestimmte Hauptfiguren in Geschichte sichtbar sein sollten. Die Veranstaltung lädt zum Zuhören, Nachdenken und Mitdiskutieren ein.

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