„Wir werden um unsere Rechte mit allen Mitteln kämpfen“ – Ein Rundgang zur rassistischen Ausgrenzung Kieler Sinti* und ihrem Kampf dagegen
Die Coventry Halle in Kiel Gaarden erzählt eine Geschichte städtischen Erinnerns und Vergessens. 1964 im Namen der Englischen Partnerstadt Kiels eingeweiht, steht sie symbolisch für den demokratischen Neuanfang Kiels nach 1945. An das nationalsozialistische ‚Obdachlosenasyl‘ an diesem Ort erinnert heute nichts mehr.
Es diente als einer von drei Zwangswohnplätzen für Kieler Sinti, von denen aus viele in Konzentrationslager deportiert wurden. Auch von der anhaltende Ausgrenzung Kieler Sinti, die sich nach 1945 am selben Ort und später in der ‚Wohnstätte am Rundweg‘ fortsetzte, gibt es heute kaum noch Spuren.
In einem zweistündigen Rundgang wollen wir dieser Geschichte nachgehen. Anhand zweier Orte und historischer Quellen wollen wir ein Blick auf die Kontinuität rassistischer Ausgrenzung Kieler Sinti* werfen sowie auf ihren Kampf um Anerkennung und Erinnerung.
© Baumamt Kiel, Bauakte VIII-11 (1938)
Barrierearm; Laufstrecke: 2km
